Popkultur und Verschwörungsmythen bedienen sich oft ähnlicher Narrative. Manchmal verschwimmt dabei, wer wen beeinflusst, erklärt Buchautor und Experte Christian Schiffer.

Ich würde nicht sagen, dass Popkultur und Verschwörungstheorien „zusammengehören“. Aber sie überschneiden sich oft und regelmäßig. Dass liegt daran, dass sie in gewissen Grenzen gerne auf ähnliche Narrative aufbauen: Ein guter Thriller, ein guter Film Noir, ein mittelprächtiger Science-Fiction-Film enthält oftmals einen klar definierten Bösewicht, der eine finstere Verschwörung aufbaut, um ein unglaublich böses Ziel zu erreichen, das viele Menschen in Mitleidenschaft ziehen wird. Das haben wir in den Mission-Impossible-Streifen, das haben wir in Chinatown, das haben wir in den letzten Star-Trek-Filmen gehabt. …

Beispielsweise gab es mal eine – nicht sonderlich wissenschaftliche – Untersuchung, wonach „Akte X“ für die Zunahme von Sichtungen an „Black Triangle“-Ufos verantwortlich gewesen sein soll. Denn die waren prominent in der Serie präsent. Gleichzeitig stützten sich die Autoren der Serie auf eine echte Ufo-Sichtungswelle in Belgien, die 1989 stattgefunden hatte. …

Es gab eine Zeit, da erschienen Verschwörungstheorien harmlos. Das ist nun nicht mehr so, sie werden als ein Instrument der Angst und Radikalisierung wahrgenommen. Verschwörungen über den Bevölkerungsaustausch, die jüdische Weltregierung sind nicht lustig und unterhaltsam, sondern gefährlich. Das sind nicht die Verschwörungen, die einst Leute verzückten und begeistert „Akte X“ schauen ließen.

Mehr dazu hier: https://www.tagesschau.de/faktenfinder/verschwoerungsmythen-popkultur-117.html

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