In der Schweiz wird 5G auf den bisherigen Frequenzbändern von 800 MHz bis 2.6 GHz betrieben. Zum Teil werden Frequenzen neu für 5G eingesetzt, die bisher für ältere Mobilfunkstandards wie 2G oder 4G benötigt wurden.

Zusätzlich hat das Bundesamt für Kommunikation BAKOM Anfang 2019 neue Frequenzen in den Bereichen 700 MHz, 1.4 GHz sowie 3.5 bis 3.8 GHz an die Mobilfunkbetreiber versteigert.

(Bemerkung am Rande: WLAN sendet übrigens auf ähnlichen Frequenzen, auf 2.4 GHz und 5.0 bis 5.8 GHz. Es gibt Forderungen, Mobilfunk in Innenräumen zu verbieten und durch WLAN zu ersetzen. Angesichts der Faktenlage stellte sich die Frage nach der Sinnhaftigkeit solcher Forderungen.)

Beim BAKOM heisst es weiter:

Die neu zugeteilten Frequenzen liegen im selben Bereich wie jene für 4G. Ihre Eigenschaften sind sehr ähnlich und seit langem bekannt, da diese Frequenzen für andere Anwendungen genutzt wurden und zum Teil noch verwendet werden. Millimeterwellen dürfen für die Mobilfunkkommunikation nicht verwendet werden. Der Bundesrat müsste zuerst grünes Licht geben (siehe „Wer ist in Sachen 5G wofür zuständig?“).

Zweifel an offiziellen Quellen sind natürlich erlaubt, man soll ja auch alles kritisch beurteilen und nichts glauben, was man irgendwo liest, ohne es überprüft zu haben.

Aber es sei daran erinnert, dass auch Zweifel begründet werden müssen, um als eine gute Entscheidungsgrundlage zu dienen. Aufgrund des Rechtslage ist es wahrscheinlicher, dass offizielle Informationen korrekt sind, als umgekehrt. Ausnahmen bestätigen nicht nur die Regel, sondern werden in der Regel auch sehr schnell aufgedeckt.

Fazit: 4G und 5G strahlen praktisch gleich. Es gibt keinen Grund davon auszugehen, dass sich der Ersatz von 4G durch 5G negativ auswirken würde.

Dass 5G schneller ist als 4G liegt übrigens vor allem an einer neuen Software. Diese ermöglicht eine schnellere Datenverarbeitung.