Die sozialen Medien spielen eine wichtige Rolle dabei, wie wir uns Meinungen bilden und wie wir an Informationen kommen. Dass dies einen negativen Einfluss auf unser Wohlbefinden haben kann, ist bekannt.

Nun haben sich nicht Psychologen und Soziologinnen kritisch gegenüber Social Media geäussert, sondern Forschende aus den Bereichen Biologie und Ökologie.

In ihrer Studie mit dem Titel «Stewardship of global collective behavior» argumentieren die Forschenden, dass wir zu wenig Verständnis über den Einfluss von Social Media auf das Verhalten der Gesellschaft als Ganzes besitzen und dass dies eine Gefahr für die Demokratie und den wissenschaftlichen Fortschritt darstellt.

Als Beispiel listen sie die Corona-Pandemie auf. Die Autorinnen und Autoren warnen davor, was passieren könnte, wenn solche Mechanismen weiterhin unkontrolliert bleiben.

«Die Zeit läuft uns davon» «Das Paper zeigt auf, dass es ein massives Problem gibt und dass bei uns die Alarmglocken läuten sollten. Wir müssen das Problem lösen und wir haben nicht viel Zeit», sagt Carl Bergstrom,, einer der Wissenschaftler.

Das Problem, so Bergstrom, liege vor allem darin, dass bei Social Media alles von Algorithmen und klick-basierter Werbung kontrolliert werde. Dies führe dazu, dass sich die Art und Weise, wie Menschen an Informationen kommen, grundsätzlich verändert habe. «Tatsächlich scheint dies auf eine Art passiert zu sein, auf der die Leute viel verletzlicher und anfälliger darauf sind, Falschinformationen zu verbreiten.»

Deshalb setzen wir bei ReclaimTheFacts auf ähnliche Strategien wie die professionellen Erfinder und Verbreiter von Falschinformationen, um Algorithmen für die Verbreitung der richtigen Informationen zu nutzen.