Immer wieder liest man von verhinderten 5G-Antennen beziehungsweise Sendemasten. Nicht selten gibt es anschliessend schlechten oder gar keinen Handy-Empfang mehr.

Die Gegner des neuen Mobilfunkstandard feiern dies regelmässig als Erfolg.

Aber stimmt das auch?

Bekanntermassen funktioniert Mobilfunk so, dass das Handy eine Verbindung zum Sendemast herstellen muss, damit man surfen oder telefonieren kann. Die Gesetze der Physik besagen ganz klar: Je weiter weg sich dieser Mast befindet, desto mehr Energie braucht das Handy für die Verbindung. Oder um es in den Worten der Mobilfunkgegner auszudrücken: Je weiter weg sich dieser Mast befindet, desto mehr muss das Handy «strahlen».

Man kann es damit vergleichen, dass man umso lauter sprechen oder schreien muss, je weiter weg das Gegenüber.

Wenn man nun noch die Tatsache berücksichtigt, dass im Durchschnitt 90% der «Strahlen»-Belastung einer Handynutzerin vom eigenen Handy stammen und nicht vom Sendemast, dann ist es offensichtlich: Jede verhinderte Mobilfunk-Antenne stellt einen Pyrrhus-Sieg dar, der die individuelle «Strahlen»-Belastung der Nutzer vergrössert und nicht verringert. Dies gilt umso mehr, als moderne 5G-Antenne auch nur in Richtung der Nutzerinnen «strahlen» und nicht in die ganze Umgebung.

Wenn Mobilfunkgegner also behaupten, sie würden mit dem Verhindern von Mobilfunk-Sendemasten die «Strahlen»-Belastung verringern, dann ist das grundsätzlich eine Falschinformation.