Die Gegner des totalrevidierten Schweizer CO2-Gesetzes vertreten den Standpunkt, die kleine Schweiz alleine könne das Klima nicht retten.

Damit haben sie recht.

Deshalb hat die Schweiz sich mit aktuell 190 weiteren Staaten – das sind praktisch alle Staaten auf der Welt – zusammengetan, die sich mit der «Übereinkommen von Paris» zu folgendem verpflichtet:

  1. Begrenzung des Anstiegs der globalen Durchschnittstemperatur auf deutlich unter 2 °C über dem vorindustriellen Niveau; Anstrengungen, um den Temperaturanstieg auf 1,5 °C über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Dadurch sollen die Risiken und Auswirkungen des Klimawandels deutlich reduziert werden;
  2. Erhöhung der Fähigkeit, sich an die nachteiligen Auswirkungen des Klimawandels anzupassen, Förderung der Widerstandsfähigkeit gegenüber Klimaänderungen sowie Förderung einer Entwicklung, die mit geringen Treibhausgasemissionen einhergeht und zugleich die Nahrungsmittelproduktion nicht bedroht;
  3. Vereinbarkeit der Finanzströme mit einem Weg hin zu niedrigen Treibhausgasemissionen und klimaresistenter Entwicklung.

Das neue CO2-Gesetz dient also nicht dazu, die Welt zu retten.

Es dient «nur» dazu, die eingegangene Verpflichtung einzuhalten, wie man es von zuverlässigen Vertragspartnern sollte erwarten können.

Eine Ablehnung am 13. Juni würde uns um Jahre zurückwerfen und wie bei einer Kurve, in der man erst spät bremst, steigt mit jedem Moment des Zögerns die Gefahr, dass wir die «Kurve nicht mehr schaffen» werden.