Das könnte man zumindest meinen, wenn man einem Post in der Facebook-Gruppe “Referendum gegen das CO2-Gesetz” glauben mag. Dort wird auf einen Artikel in der Basler Zeitung verwiesen, der davon berichtet, wie in Denver (Colorado) die Temperaturen in einem Tag von 33 auf 3 Grad Celsius gefallen sind.

Nun mag man einwenden, dass Denver 1’600 Meter hoch in der Nach Norden zum Polarkreis hin offenen Prärie liegt, was schon einiges erklären mag. Ob ein einzelnes Ereignis normal ist oder durch den Klimawandel hervorgerufen wird, lässt sich genauso wenig sagen, wie ob ein Würfel normal oder gezinkt ist, wenn eine 6 gewürfelt wird. Anders sieht es aus, wenn auf einmal ganz viele 6er gewürfelt werden. Das würde dann jeder normale Mensch als Hinweis auf einen gezinkten Würfel anerkennen. Wieso tun sich manche Menschen beim Klimawandel so schwer, diese Zusammenhänge zu erkennen?

“Die Häufung von Wetterextremen im letzten Jahrzehnt ist kein Zufall”, schreibt das Wissenschaftsmagazin Scinexx. “Das belegen jetzt Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Zumindest bei extremen Regenfällen und extremen Hitzewellen sei der Zusammenhang mit der vom Menschen verursachten globalen Erwärmung deutlich, berichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift „Nature Climate Change“. Weniger klar sei dagegen der Zusammenhang bei Stürmen, trotz der beobachteten Zunahme der Stärke von Hurricans.” (Quelle von Scinexx: Nature Climate Change, 2012; DOI: 10.1038/NCLIMATE1452)

Und weiter: “Dabei stützen die Forscher ihre Analyse auf drei Pfeiler: elementare Physik, statistische Analyse und Computersimulationen. Bereits grundlegende physikalische Prinzipien legen nahe, dass die Erwärmung der Atmosphäre zu mehr Extremen führt. So kann warme Luft mehr Feuchtigkeit halten, bis diese plötzlich abregnet. Zweitens ließen sich statistisch in den Temperatur- und Niederschlagsdaten klare Trends finden, wie die Forscher erklären. Und drittens bestätigen auch detaillierte Computersimulationen den Zusammenhang zwischen Erwärmung und Rekorden bei Temperatur und Niederschlag.” – Insgesamt haben also drei verschiedene Methoden zum gleichen Ergebnis geführt.

Die Wetterkrapriolen in Denver passen sehr gut zu den Klimamodellen, die den Klimawandel bisher korrekt berechnet haben und realistische Prognosen für die Zukunft liefern.


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